Freitag, 18.05.2012



















Dieses Jahr bin ich Erdbeergärtnerin. Zwangsläufig, irgendwie. Denn Erdbeeren bilden im Herbst Ausläufer - lange Triebe mit einer winzigen neuen Erdbeerpflanze. Nachwuchs. Und weil die Pflanzen aus 2011 sich ja gerade erst gut eingelebt hatten, konnte ich nicht anders, als allen - alt und neu - ein Plätzchen zu gewähren.

Die ersten Erdbeeren im Garten stammen von einer alten Erdbeerplantage, die zugunsten einer Gewerbeparkerweiterung weichen musste. Was die Erdbeeren nicht unbedingt stört. Sie besiedeln weiterhin jedes freie Plätzchen zwischen den mittlerweile arbeitsamen Flächen. Vielleicht in der Hoffnung, die ein oder andere Mittagspause versüßen zu können.

Im letzten Jahr durften wir bis in den Herbst im roten Süß schwelgen. Der Hausherr schleicht schon seit Wochen um die zarten Pflänzchen, beschwört, redet gut zu - der Vorrat an Erdbeermarmelade ist bis auf den letzten Tropfen konservierten Glücks verbraucht. Erfolgreich, Blüten in Hülle und Fülle, die ersten Früchte warten sehnsüchtig auf Sonne, die endlich rot färbt.


Wir haben alles vorbereitet, ein Lager gerichtet, damit die Beeren sich sonnentrunken betten können. Strohschlacht, um vor nasser Erde zu schützen. Ich freu mich auf den Erdbeersommer.


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